– wie man einem Holzofen richtig einheizt
Richtig einheizen will gekonnt sein. Lesen Sie zunächst etwas darüber, wie man NICHT heizen sollte, also bekannte Fehlerquellen. Anschließend wird dann das richtige Heizen erklärt.
Falsche Verbrennung
Reduzierte Sauerstoffzufuhr während der Verbrennung (d. h. die Luftzufuhr „auf halb stellen“, um Holz zu sparen oder ein verlangsamten Flammenbild zu genießen) bewirkt eine erhöhte Bildung von umweltbelastenden und gefährlichen Schwelgasen. Umweltbelastend deswegen, weil durch die abgesenkte Verbrennungstemperatur infolge der Sauerstoffdrosselung viele „unverbrannte“ Partikel mit in den Rauchgasen enthalten sind, die sich entweder in dem Zugsystem des Ofens ablagern oder unsere Atmosphäre verschmutzen.
Es stellen sich also erhöhte Rußablagerungen an der Sichtscheibe, im Feuerraum und im gesamten restlichen Ofen- und Rauchrohrsystem ein. Sichtbar wird diese reduzierte Sauerstoffzufuhr durch rötliche Flammenbildung mit dunklen Spitzen. Dadurch sinkt dann natürlich auch die Verbrennungstemperatur. Alles in allem verschlechtert sich der Verbrennungswirkungsgrad wesentlich d. h. die im Brennholz enthaltene Energie wird sehr unvollständig umgesetzt. Erhöhter Holzverbrauch bei gleichzeitig geringerer Wärmeabgabe sind die Folge, weil Ruß- und Teerrückstände sich als Wärme-Isolierschicht im Ofen- und Kaminsystem ablagern und auf Dauer auch Materialschäden bewirken können.
Richtige Verbrennung
Für eine saubere und vollständige Verbrennung mit lebhafter Flammenbildung braucht Holz ausreichend Sauerstoff (sogar einen „Luftüberschuss“ d. h. mehr Sauerstoffzufuhr als für den theoretisch errechneten Verbrennungsprozess notwendig wäre).
Was für Eigenschaften muss ein Holzofen bieten, um effektiv und umweltverträglich Holz zu verbrennen?
Für eine umweltfreundliche Holzverbrennung braucht ein Ofen genügend Speichermasse.
Diese Masse kann durch eine effiziente Heizgasführung (Zugsystem) die erzeugte Wärme aufnehmen um sie dosiert und gleichmäßig nach Verlöschen des Feuers über Stunden wieder an den Raum abgeben. Je mehr Masse ein Ofen hat, desto mehr Wärmeleistung kann er speichern und entsprechend abgeben. So wird ein Grundofen, auch Speicherofen genannt, nur max. 2 Std. befeuert, woraufhin diese ohne erneute Bedienung bis zu 12 Std. lang Strahlungswärme an den Wohnraum abgeben. Diese Art der Befeuerung nennt man Zeitbrand.
Im Gegensatz dazu lassen sich herkömmliche Stahlöfen, auch Kaminofen genannt, ohne große Speichermasse nur in Dauerbrand betreiben: der Ofen muss somit durchgehend befeuert werden, um kontinuierlich Wärme abzugeben (Diese Öfen arbeiten meist mit Konvektionswärme). Es ergeben sich bei „leichten“ Stahl-Dauerbrandöfen (fast alle herkömmlichen Kaminöfen) für die Praxis zwei grundlegende Befeuerungsmöglichkeiten:
Durch Sauerstoffreduzierung bewirkter langsamer Abbrand mit dem Ziel Holz zu sparen oder den Raum nicht zu überheizen hat die oben beschriebenen Auswirkungen und Gefahren zur Folge (Schwelgasbildung und Rußniederschlag bei „falscher Verbrennung“).
Richtiges Heizen (siehe oben) mit ausreichender Sauerstoffzufuhr und hoher Abgastemperatur: der Ofen kann mangels Speichermasse und der entsprechenden Ofentechnik die erzeugte Hitze gar nicht aufnehmen. Sie heizen „zum Kamin hinaus“ (folglich den Planeten und nicht den Wohnraum). Es besteht hierbei auch die Tendenz zum Überheizen des Wohnraumes.
Unsere Öfen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich mit Zeitbrand arbeiten und die durch richtiges Heizen aufgenommene Wärme über Stunden wieder an den Raum abgeben, in Form der wohltuenden Strahlungswärme. Deswegen erreichen wir auch Wirkungsgrade von bis zu 84 %.
Auf unserer Download-Seite können Sie sich auch eine Anleitung für das richtige Heizen unserer Öfen herunterladen.