M. Konnegen aus Moelln

Guten Tag Herr König.

Nun ist es schon die dritte Saison in der wir uns an dem von Ihnen aufgebauten Kachelofen erwärmen und erfreuen. Eigentlich ist es nicht immer nur die Saison, sondern wir nutzen diesen Ofen das ganze Jahr über.
Heute will ich Ihnen endlich einmal eine Beurteilung zuschicken, die nun, so meine ich, nach knapp 3 Jahren Einsatz Ihres Ofens, durchaus Aussage kräftig erscheint.
Bevor ich vor nunmehr drei Jahren mit dem Bau unseres Hauses begann, hatte ich bereits den Ofen bei Ihnen gekauft und ‚baute‘ das Haus drum herum. (also planerisch)  Ich hatte mich für den Typ SOLAN entschieden mit Wärme-Wasser-Tauscher. Mein Sohn, als Heizungsbaumeister, hatte mir dazu geraten. Ich, als ‚bekennender Techniktrottel‘ konnte mir zwar zaghaft und rein theoretisch  vorstellen wie ein solches Prinzip funktioniert, hatte allerdings ansonsten keinerlei Ahnung. Trotzdem ich mich seit Jahrzehnten im Baubereich bewege, hatte ich damit auch keinerlei Erfahrungen.
Im Frühjahr 2015 bauten Sie den Ofen bei uns auf. In den darauf folgenden Monaten war es nicht notwendig ihn zu heizen. Allerdings erfreuten wir uns zu jedem Zeitpunkt an dem herrlich klaren, fast puristischen Erscheinungsbild. Bis heute.
Wie ein Wärmetauscher funktioniert wusste ich also nicht. Ich vertraue einfach immer darauf wie es mir zugesagt wurde dass die Dinge funktionieren wie z.B. ein Auto.
Nach dem ersten Winter konnten wir eine Bilanz ziehen. In der Übergangszeit ab dem späten September heizten wir gemäss Ihrer Empfehlung täglich einmal. Im eigentlichen Winter zweimal. Durchgehend brannte das Feuer im Ofen bis April. Und selbst an ungemütlichen Tagen im Sommer setzen wir den Ofen in Betrieb.
Unser Schornsteinfegermeister sagte uns, dass er auch einen Kachelofen sein Eigen nennt, er ihn allerdings seit Jahren nicht mehr in Betrieb hat, da die Hitze in dem Raum, in dem sich der Ofen befindet, unerträglich in die Höhe steigt und man es nicht darin aushalten kann.
Ich war gespannt. Vielleicht erinnern Sie sich an unsere Wohnsituation? Ich habe eine grosse Deckenöffnung und das Treppenhaus ins Obergeschoss ist geöffnet. (im Anhang sende ich einige Fotos) Im gesamten Dachgeschoss gibt es keinerlei Heizung. Weder Heizkörper noch eine Fussbodenheizung.
Mit dem Betrieb Ihres Kachelofens haben wir die Erfahrung gemacht, dass uns eine wunderbare gleichmässige Wärme umgibt. (wie man sie sich sicherlich wünscht…) Niemals hatten wir das Gefühl einer Überhitzung. Durch das offene Gebäude zieht die warme Luft nach oben und beheizt das Obergeschoss auf angenehme Temperaturen. Die Kacheln werden angenehm warm bis heiss, allerdings niemals zu sehr. Ich denke dies ist darauf zurück zu führen, dass ein grosser Teil der Wärme in den Wasserkreislauf geführt wird, welche dann weiter in den grossen Wasser-Pufferspeicher gelangt und somit die Heizung sehr wirksam unterstützt. Doppelte, ausserordentlich positive Effekte bereits, ungeachtet der tollen Optik und der Kostensituation.
Nun bereits nach drei Heizperioden haben wir einen guten Überblick über die Heizkosten.
Für unser Haus mit über 150 qm Wohnfläche und 660 cbm Raumvolumen zahlen wir an die örtlichen Stadtwerke an verbrauchtem Gas für Heizung und Warmwasser sage und schreibe lediglich ungefähr 400 – 500 €uro im Jahr. Pro Monat also bescheidene rund 40 €.
Dies ist für mich der Beweis, dass die Funktion des Wärme-Wasser-Tauschers (auch ohne mein Verständnis) hervorragend gewährleistet ist. Verschweigen möchte ich allerdings auch nicht, dass wir weitere Kosten aufwenden für ca. 4 cbm Brennholz.
Faszinierend an all dem ist, die absolute Problemlosigkeit des Ofen und des natürlichen physikalischen Brenn- und Abzugsvorgangs. Für die Betreibung genügt lediglich das Umlegen eines Hebels (für die Luftzufuhr). Und alles funktioniert völlig störungslos ohne weiteres Zutun. Hin und wieder schmieren wir etwas Kupferpaste in die Scharniere und alle 6-8 Wochen haben wir die Asche zu entsorgen.
Ach Herr König; Ich könnte noch ohne Ende so von dem von Ihnen gelieferten und montierten Ofen schwären. Er ist ganz einfach grosse Klasse. Sicherlich haben andere Öfen ebenso gute Funktionen, unvergleichbar ist jedoch die zeitlose Gestaltung und Erscheinung. Bei unseren Gästen ist der Ofen mittlerweile bekannt, jeder neue Besucher ist zuerst einmal erschlagen von der Optik und die Leute fangen an zu schwärmen.
Genug nun der Huldigungen.
Eines, das wurde uns sehr schnell klar, fehlt bei der Betreibung eines solchen Ofens. Es handelt sich um Wasser! Nicht etwa, dass durch die Wärme des Ofens eine zu trockene Raumluft entsteht, trotzdem vermissten wir eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit. Insbesondere weil wir in einem Holzhaus leben.
Nachdem uns das klar wurde, haben wir eine rund 30 Liter Wasser fassende Schüssel auf dem Kachelofen platziert, seit dem ist die Raumluftfeuchte nahezu perfekt. Alle 8 – 10 Tage füllen wir diese Schüssel auf. Das entspricht einer Verdunstung von über 3 Litern Wasser pro Tag.
Die Anordnung dieses Wasserreservoirs erscheint uns perfekt. Dort wo die Wärme auftritt verdunstet das Wasser am besten. Leider ist es so, dass sich sehr schlecht ein passendes Gefäss finden lässt, was stilistisch in die Optik des Ofens integrieren lässt. Deshalb kam mir der Gedanke, dass Sie eventuell eine geschlossene ‚Kachelkiste‘ bauen könnten, die in Form und Aussehen den Kacheln der Öfen entspricht, Man ein solches Wasserbecken also gar nicht als Fremdkörper wahr nehmen würde, da es als oberstes Element des Ofens die gleiche Optik ausweist. Sie muss nur eben dicht sein. Vielleicht ist dies eine Anregung, obwohl mir schon klar ist, dass die beiden Elemente Feuer und Wasser nicht grundsätzlich zueinander passen.
Ich beabsichtige in naher Zukunft erneut ein Haus für meine Frau und mich zu bauen. Im Prinzip ähnlich mit einigen Modifikationen. In jedem Fall ist heute bereits klar, dass es wieder ein Ofen der Ofen-Manufaktur sein wird.
Ausdrücklich gestatte ich Ihnen den Text so wie die Ihnen zur Verfügung gestellten Bilder zu veröffentlichen.
Herzlichen Gruss aus der Stadt des Narren Till-Eulenspiegel,

m. konnegen