Heizleistung bei Grundöfen

Die Heizleistung von Grundöfen und allen anderen Speicheröfen – kurz Öfen, die ihre Energie über einen längeren Zeitraum abgeben bedarf etwas Hintergrundwissen.

Viele Fragen als erstes nach der Heizleitung. Immer wieder werden wir gefragt

„Wieviel Heizleistung hat Ihr Ofen?“

Viele Leute nehmen dann den Wert etwa wie PS bei Autos als direktes Vergleichskriterium. So einfach ist das aber leider nicht:

Ein Ofen an sich hat ja grundsätzlich mal GAR KEINE LEISTUNG. Null. Das, was Leistung in Form von Wärme erzeugt, ist das Holz. Holz hat durchschnittlich etwa 4,0 kWh pro kg. Verbrennt man ein kg Holz so erhält man also eine Stunde lang 4000 Watt Leistung. Wenn man pro Tag 10 kg Holz verheizt (40 kWh:12 h), kommt man auf durchschnittlich 3,3 kW. Da der Grundofen (oder Speicherofen) die Wärme über den Tag verteilt abgibt – im Gegensatz zu Umluftöfen oder Konvektionsöfen – muss auch ein entsprechender Durchschnittswert errechnet werden.

Die Frage lautet also nicht: „Wieviel kW hat der Ofen?“ sondern vielmehr:

„Wie gut kann der Ofen die Wärme, die ihm durch die Holzverbrennung zugeführt wird, umsetzen bzw. speichern und gleichmäßig wieder an den Raum abgeben?“

Unsere Grundöfen haben einen Wirkungsgrad von ca. 84 %, damit kämen Sie bei einem Holzverbrauch von 10 kg/Tag auf 2,77 kW. Nach oben wie unten sind praktisch keine Grenzen gesetzt, nur die Masse des Grundofen-Speicherkerns und die Größe des Feuerraums beschränken die Heizleistung. Die Heizleistung hängt schlicht von Ihrem eigenen Heizverhalten ab.

Die Frage nach der Heizleistung ist unserer Meinung nach wenig weiterführend. Viel wichtiger ist die Frage: „Krieg ich mit diesem Ofen mein Zuhause warm und gemütlich?“ Deswegen geben wir die Heizleistung in m² beheizbare Wohnflache an. Wer aber darauf besteht und unbedingt „den“ Nennheizleistungs-Wert wissen möchte, dem sei versichert, dass bei ausreichender Holzfüllung ohne weiteres Werte bis 6 kW erzielt werden können.

Heizleistung von Grundofen im Vergleich zu konventionellen Kaminöfen/Konvektionsöfen

Wärmeabgabe eines Warmluftofens innerhalb von 12 Stunden. Der Ofen muss immer wieder befeuert werden und ist deswegen immer wieder punktuel im Volllastbereich, wo hohe Wärmeabgaben punktuel gemessen werden können

Wärmeabgabe Konvektionsofen

Weiterhin problematisch ist, dass viele Kunden auch bei Kaminöfen (Warmluft/Konvektionsöfen) kW-Angaben sehen und diese dann mit Grundofen-kW-Angaben vergleichen. Hier werden jedoch Äpfel mit Birnen verglichen. Da Kaminöfen nicht speichern, sondern nur punktuell hohe Lufttemperaturen erzeugen, werden hier natürlich auch punktuell hohe Wärmeabgaben gemessen. Diese sind jedoch recht schnell wieder verflogen. Mit Konvektionsöfen haben sie sofort maximale Heizleistung, es ist jedoch kurz danach schon viel zu heiß, danach wieder viel zu kalt usw. Die Nachteile der Konvektionswärme werden hier ausführlich behandelt.

Wärmeabgabe eines Grundofens. Über den Tag wird gleichmäßig Wärme in Wohlfühltemperatur abgegeben

Wärmeabgabe Grundofen

Beim Grundofen dagegen, der die Wärme speichert, muss im Tagesmittel der Durchschnitt der Heizleistung errechnet werden. Sie müssen hier nur 1-3 mal pro Tag (je nach Wohnsituation und Witterung) einheizen um mit konstanter Heizleistung und Temperatur ihr Zuhause gemütlich zu erwärmen. Mit einem Grundofen haben Sie es den ganzen Tag gemütlich warm in Wohlfühltemperatur.

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